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Mehr Auslastung für Ihre Ladepunkte – mit den chargecloud Data Dashboards

Was macht erfolgreiche Ladeinfrastruktur aus? Eine gute Frage, die man sich zumindest gestellt haben sollte, wenn man Betreiber von Ladepunkten ist. Auf den ersten Blick lässt sich die Frage recht einfach beantworten: Eine gute Lage, am besten an Knotenpunkten, gut zugänglichen Parkplätzen, hochfrequentierten Straßen. Mit Sicherheit auch nicht falsch sind Antworten wie “ein Dach”, “Zugang zu Sanitäranlagen und Gastronomie” oder “ein Park zum Überbrücken der Ladezeit”. Diese sogenannten Points of Interest (POI) können darüber entscheiden, ob ein Ladepunkt eine hohe Auslastung hat oder ein Dasein in Einsamkeit fristet. Doch wie viel Einfluss haben diese einzelnen Standortfaktoren wirklich? Um hier zwischen gefühlter Wahrheit und harten Fakten zu unterscheiden, um Ladeinfrastruktur zu verstehen, intelligent zu planen und nicht nur quantitativ, sondern qualitativ zu skalieren, sind saubere Daten essenziell. Oder um es in anderen Worten zu sagen: Was ist besser, ein guter Standort oder zwei schlechte?
Gerade in einer so jungen Branche wie der E-Mobility sind Daten und Auswertungen, die auf repräsentativen Gruppengrößen basieren, absolute Mangelware. In diesem Artikel betrachten wir, warum die Themen Auslastung, Standortvorteile und Datenzugriff so entscheidend sind. Und wie chargecloud mit seinen neuen Data Dashboards das entscheidende Hilfsmittel liefern kann.
Bauchgefühl vs. Evidenz – die Auslastung als Indikator
Mit wachsendem Ausbau von Ladeinfrastruktur steigt auch der Wettbewerbsdruck um die besten Standorte. Ob Stadtwerk, Energieversorger oder Full-Service-Provider – wer Ladepunkte betreibt, skalieren oder neu ins E-Mobility-Geschäft einsteigen will, steht vor derselben Herausforderung: Um langfristig erfolgreich zu sein, braucht es Transparenz über die tatsächliche Performance der eigenen Ladepunkte.
Viele Entscheidungen werden heute noch auf Basis von Intuition, Erfahrungswerten oder punktuellen – oft kaum repräsentativen – Auswertungen getroffen. Doch konkrete Daten und Echtzeiteinblicke in die Statistiken erzählen häufig eine ganz andere Geschichte.
2025 haben wir erstmals über 23.000 Ladepunkte und 8.000 Standorte mit insgesamt mehr als 5,5 Millionen Ladevorgängen analysiert und ausgewertet. Das Ergebnis: Die durchschnittliche Auslastung liegt bei gerade einmal 8 Prozent. Standorte, die eine Auslastung von 15 Prozent erreichen, sind bereits besser unterwegs als 84 Prozent der Ladepunkte am Markt.
Auslastung beschreibt hier, wie intensiv eine Ladesäule tatsächlich genutzt wird – also das Verhältnis von belegter zu verfügbarer Ladezeit. Je höher die Auslastung ist, desto wirtschaftlich effizienter ist der Ladepunkt. Auf Basis dieser Daten lässt sich erkennen, was eine Top-Ladestation auszeichnet. So können bereits kleine Optimierungen an nicht so stark ausgelasteten Standorten – Überdachung oder Serviceangebote – den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg bedeuten.
Ein neues Level der Transparenz – die chargecloud Data Dashboards
Um aus Daten Erkenntnisse zu gewinnen, braucht es natürlich mehr als endlose Tabellen und Zahlenkolonnen. Mit den neuen State-of-the-Art Data Dashboards stellt chargecloud ein Tool bereit, das die Leistung von Ladeinfrastruktur nicht nur auswertet, sondern auf einen Blick sichtbar macht.
Die Dashboards fungieren als ein strategisches Cockpit: Sie bündeln alle relevanten Kennzahlen und zeigen Betreibern, wo ihre Ladepunkte wirklich stehen – im wahrsten Sinn und im übertragenen. Ziel ist es, datengetriebene Entscheidungen zu fördern und operative Exzellenz messbar zu machen. Performt ein Ladepunkt besser als ein anderer, kann man diese Daten in die Entscheidungsfindung für neue Ladepunkte einfließen lassen.
Im Kern bieten die neuen Data Dashboards vier Perspektiven auf das eigene Geschäft:
- Übersicht Auslastung: So gut wird die Infrastruktur insgesamt genutzt, mit Blick auf Zeitverläufe, Wochen-Heatmaps und Rankings der Top-Standorte.
- Standortauslastung: Zeigt einen verfeinerten Blick auf einzelne Standorte. Dazu werden Kennzahlen zu Roaming-Anteilen, Energieverbrauch und durchschnittlichen Ladezeiten dargestellt.
- Ladeinfrastruktur & Basis-KPIs: Bietet einen Gesamtüberblick über Entwicklung, Verbrauch und Ladevorgänge – auch im direkten Jahresvergleich. Ideal für internes Reporting oder strategische Planung.
- Ladevorgänge & Energieverbrauch: Analysiert detailliert, wann, wo und wie viel Energie fließt – aufgeschlüsselt nach Phasen (AC, DC, HPC), Ladepunkten oder Ladetypen (bspw. ad-hoc, Roaming oder vertragsgebunden).
Alle Dashboards basieren auf einer modernen Architektur, welche die Sicherheit der Kund:innen, DSGVO-Konformität und Stabilität gewährleistet – auch bei wachsenden Netzgrößen und Datenmengen.
Die Basisversion der Data Dashboards steht all unseren Kunden kostenlos zur Verfügung, denn wir sind überzeugt: Wenn Ladeinfrastruktur smarter betrieben wird, profitieren alle – Betreiber, E-Mobilist:innen und die Energiewende. Gemeinsam gestalten wir so eine nachhaltige, datengetriebene Zukunft der Mobilität.
Strategische Vorteile am Beispiel der Realität
Wie sich datengestützte Entscheidungen in der Praxis auswirken können, zeigen die Ergebnisse unserer umfangreichen Auswertung aus 2025. Drei Erkenntnisse verdeutlichen, wie wichtig die datengestützte Analyse sein kann:
- Standortqualität schlägt Quantität: Top-Standorte verzeichnen im Durchschnitt achtmal mehr Ladevorgänge als leistungsschwache Ladepunkte. Wer weiß, welche Standorte tatsächlich performen, kann gezielt investieren, statt flächendeckend zu expandieren – Qualität vor Fläche.
- Nähe schafft Nachfrage: Besonders frequentierte Ladepunkte liegen fast immer in unmittelbarer Umgebung von Points of Interest (POI) – also Orten, an denen sich E-Mobilist:innen ohnehin aufhalten: Supermärkte, Gastronomie, Freizeitangebote.
- Erreichbarkeit entscheidet: Die Daten zeigen, dass je kürzer der Fußweg zwischen Parkplatz und POI ist, desto höher ist die Auslastung. Betreiber können ihre Planung damit nicht nur geografisch, sondern auch nutzerzentriert optimieren.
Diese Erkenntnisse zeigen, wie wertvoll ein datenbasiertes Verständnis der eigenen Ladeinfrastruktur ist. Die Data Dashboards liefern dafür die Grundlage. So sind die Daten vergleichbar und in konkrete Handlungsempfehlungen überführbar.
Datengetrieben wachsen – kWh für kWh
Die Zukunft der Ladeinfrastruktur entscheidet sich nicht nur auf dem Parkplatz. Eine besondere Rolle wird auch die Betrachtung der Daten einnehmen. Wer versteht, warum und wann Ladepunkte genutzt werden, kann gezielt verbessern, statt zufällig zu agieren. Genau hier setzen die chargecloud Data Dashboards an: Sie verwandeln komplexe Betriebsdaten in klare Erkenntnisse und geben Betreibern ein Werkzeug in die Hand, mit dem sie strategische und wirtschaftliche Entscheidungen treffen können – ein Vorteil gegenüber Wettbewerbern, die sich auf Masse statt Klasse konzentrieren.
Datengetriebene Projekte führen nicht nur zu einer höheren Auslastung, sondern auch zu einem nachhaltigeren Ausbau. Eine Top-Ladestation wird bis zu achtmal häufiger genutzt als eine schwach performende Station. Die Formel für Erfolg lautet also: Klasse statt Masse – um langfristig smart zu skalieren und den E-Mobilist:innen ein angenehmes Ladeerlebnis bieten zu können, das auf ihrem eigenen Verhalten beruht.